Erklärvideos selbst erstellen – Die komplette Anleitung

In diesem Beitrag erfährst Du:
+ Warum es sich für Dich lohnt, Erklärvideos selber zu erstellen.
+ Welche Voraussetzungen Du dafür benötigst
+ Welche Schritte Du beachten solltest
+ Welche Softwares Du nutzen kannst, um Dir schnell eigene Erklärvideos zu erstellen
+ Wie viel Zeit/ Kosten Du dafür einkalkulieren musst

Für wen ist dieser Artikel?

Für Alle, die ihre Präsentationen (für Vorträge, Trainings, Workshops oder Unterricht) mit selbst produzierten Erklärfilmen aufwerten und damit ihr Publikum begeistern möchten.
Für wen nicht: Für Alle, die Text in Schriftgröße 12 auf ihren Folien immer noch für das Maß der Dinge halten. Bevor wir so richtig eintauchen noch zwei Fragen, die ich häufig höre:

Selber Erklärvideos erstellen: Ist das nicht nur was für Profis?

Nein: Vor einigen Jahren war das bestimmt so. Animationen waren nur was für Profis. Mittlerweile gibt das Internet einige geniale Programme her, die
es selbst Laien wie mir (und Dir) ermöglichen, ein einigermaßen ansehnliches Erklärvideo zu produzieren.

Muss ich selber zeichnen können?
Auf keinen Fall. Es gibt einiges, was Du mitbringen solltest, allerdings ist das geniale an den Programmen genau das: Man muss nicht zeichnen können und kein Animationsexperte sein!

Wer dennoch Unterstützung benötigt, dem bieten wir sei gerne an auf unserer Erklärvideo Seite.

OK, nachdem wir das geklärt haben, kann es direkt losgehen.

Lass die Kuh fliegen: Darum lohnen sich Erklärvideos

+1 // Mit einem Video bringst Du komplexe Sachverhalte leicht verständlich auf den Punkt!

Du hast bestimmt schon einmal erlebt, wie Erklärvideos das machen: Mit Hilfe von Metaphern, Visualisierungen, Reduktion und vor allem: Einer Kombination aus Sehen, Hören und positiven Emotion.

+2//Gewinne Dein Publikum zurück!

Meine eindrücklichste Erfahrung zur Wirkung von Videos hatte ich in einer Vorlesung. Während ich referiert habe, konnte ich beobachten, wie sich die Studenten nach einigen Minuten anderen Dingen zugewandt haben: Ihren Smartphones oder Ihrem Tischnachbarn.

Das spannende: In der Sekunde, in der ich ein Video gestartet habe, haben Alle Ihre Köpfe gehoben und die Aufmerksamkeit war wieder da.

+3 // Starte den Dialog

Egal wie viel Mühe Du Dir gibst: Ein Video kann nie alle Fragen beantworten! Und das muss es auch gar nicht. Warum nicht?

Weniger ist mehr! Unser Gehirn kann nicht beliebig viele Infos aufnehmen. Und dort wo Wissenslücken entstehen, kommt der Wunsch nach mehr Information auf. Ein Erklärvideo bietet daher eine geniale Einladung zum Austausch und zur Diskussion!

Es darf gerne ein wenig provokant sein, das Publikum unterhalten und gerne auch Fragen aufwerfen.

Denn nur so kommst Du mit deinem Publikum ins Gespräch, kannst genau auf die Bedürfnisse der Zuhörer eingehen und bleibst so in guter Erinnerung.

Werde zum angesagten Referenten!

#1 Du bist auf einmal derjenige, der frische Präsentationen hält, die ein Thema leicht verständlich auf den Punkt bringen.

#2 Du erarbeitest Dir in Deinem Unternehmen/ Deiner Branche einen Ruf als derjenige, zu dem man geht, wenn man wissen möchte, wie man begeisternde Präsentationen erstellt.

#3 Du wirst als innovativer Referent wahrgenommen.

Viele Zuhörer sind schon so gewohnt an endlose Präsentationen mit vollgestopften Folien, dass sie die Abwechslung sehr zu schätzen wissen.

Setze Dein Video für verschiedene Zwecke ein:
  • Flipped Classroom (Unterricht)
  • Informationsvermittlung
  • Verkürze Deine Präsentationen
  • Interne Kommunikation im Unternehmen
  • Externe Kommunikation von Firmen
  • Gamification von Lerninhalten
  • Veranstalte Interaktive Workshops & Trainings

Ok, jetzt geht’s aber wirklich los.
Im nächsten Abschnitt erfährst Du, was Du für ein Video benötigst:

Die wichtigsten Zutaten, um Erklärvideos zu erstellen

Die wichtigsten Zutaten für Dein Erklärvideo

#1 etwas Zeit
#2 eine Idee
#3 Skript und Storyboard
#4 Voice-Over
#5 Erklärvideo Software
#6 passendes Bildmaterial
#7 Hintergrundmusik

#1 Ein Erklärvideo benötigt Zeit!

Ich will gar nicht lange um den heißen Brei reden: Das erste Mal ist das Schwerste und es kostet definitiv einiges an Zeit! Wenn ich von einiges spreche meine ich damit insgesamt bestimmt 2-3 Tage.

Aber: Es lohnt sich. Mit zunehmender Zeit und Erfahrung werden Deine Videos immer besser und schaffen es, komplexe Sachverhalte schnell und anschaulich auf den Punkt zu bringen. Wenn Du ohnehin schon einigermaßen fit in Powerpoint bist und ein Gefühl für Farben und Grafiken hast, bist Du bereit! Mit den Möglichkeiten des Internets ist es leichter als Du denkst.

Hier nun aber erst einmal der Prozess Schritt für Schritt:

#2 Die Idee:

Die brauchst Du ohnehin. Wichtig ist, sich auf ein Thema festzulegen und nur die wichtigsten Aussagen umzusetzen. Sonst verliert man sich schnell. Hier sind die entscheidenden Fragen:

  • Wer sind die Zuschauer?
  • Was wissen sie schon?
  • Welche Erkenntnis soll er am Ende des Videos gewonnen haben?

Zur Idee gehören:

  1. Thema deines Videos
  2. Fakten deines Themas
  3. Idee, welche Geschichte Du erzählen möchtest: Eine Metapher, einen Prozess, eine Heldengeschichte oder ähnliches.
  4. Die Entscheidung für den Stil, in dem Dein Video gehalten sein soll

Exkurs – Erklärvideo Stile

Von dem Stil Deines Erklärvideos hängen einige Entscheidungen ab, die Du im nächsten Schritt treffen musst. Daher hier ein kurzer Exkurs dazu:

  • Whiteboard-Animation: Hier zeichnet eine Hand Deinen kompletten Film wie auf einem Whiteboard geschrieben. Nur zwei Softwares unterstützen dieses Konzept hinreichend: Videoscribe und goanimate.
  • Did you know: Hier wird der Text nicht gesprochen sondern erscheint als Schrift in mehreren Einstellungen im Video. Eignet sich hervorragend, um crazy-stats, Zahlen, Daten und Fakten zu visualisieren. Ein Beispiel dafür findest Du hier. Der Vorteil einer Did u know ist, dass Du kein Voice Over (gesprochenen Text) benötigst.
  • Icon Style: Gut für technische Videos und Zusammenhänge, benötigt auf jeden Fall ein Voice-Over.
  • Comic Style: Bunt, im Comic Stil, mit sich bewegenden Männchen. Auch dieser Stil benötigt ein Voice over.

Dazu gibt es noch mehr Stile, aber das sind die Basics.

#3 Skript und Storyboard

Wohl das unterschätzteste Element für die Produktion eines Videos.
Bei meinen ersten Erklärvideos hatte ich immer jede Menge Ideen: Das Video sollte in diesem oder jenen Stil gehalten sein, mit tollen Animationen glänzen und insgesamt natürlich DER Renner sein.
Also habe ich wild drauflos probiert. Das Ergebnis: Ein Video, das meiner Lernkurve entsprach: Eine wilde Aneinanderreihung von nicht zueinander passenden Animationen ohne wirkliche Kernaussagen.

Ich gehe jetzt vielleicht ein wenig hart mit mir selbst ins Gericht, allerdings möchte ich Dir ersparen, die gleichen Fehler zu machen.

Mittlerweile habe ich gelernt, dass die Animationen und die tolle Grafik eigentlich nur ein Nebenprodukt sind.

Denn Das Wichtigste an einem Erklärvideo ist:
Die Idee, die Geschichte und damit: Dein Skript!

Ohne das wirst Du, wie ich, nur mittelmäßige Filmchen produzieren. Nimm Dir also genügend Zeit für Brainstorming, Entwicklung der Story und des Textes! Hier findest Du mehr Infos zum Skript.

#4 Voice-Over

Mit Voice-Over ist der gesprochene Teil des Videos gemeint, der dem Zuschauer die Animationen erklärt. Bevor Du in Panik verfällst: Es gibt zwei absolut günstige Möglichkeiten an ein Voice-Over zu kommen:

#1 Du kannst den Text selbst sprechen. In Zeiten von Podcasts ist es keine Schande, auch als Nicht-Profi-Sprecher ein Voice Over aufzunehmen. Es gibt einige gute Mikrofone auf dem Markt und kostenfreie Software. Ein- bis zwei Übungsversuche schaden hier nicht. Achtet darauf, nicht zu langweilig rüber zu kommen.

Ein Tipp der mir unheimlich geholfen hat, die Qualität des Audios zu verbessern: Unter das Mikro mehrere Handtücher unterlegen oder aus Schaumstoffstücken eine kleine Sprecherkabine basteln.
Ich benutze für Audio Aufnahmen die Software Soundstudio.

Wenn Du einer derjenigen bist, der ungern die eigene Stimme hört, dann sei Dir:

#2 Die Plattform fiverr.com ans Herz gelegt. Hier findest Du für kleines Geld ca. 5€ pro 10 Sekunden Sprechtext) auch einige deutschsprachige Sprecher.

#5 Die Erklärvideo Software

Hier kommen wir nun zum eigentlichen Kracher!
Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war es fast ausschließlich Profis vorbehalten, gut aussehende Erklärfilme zu produzieren. Wie in so vielen Bereichen hat hier das Internet einiges verändert. Mittlerweile existieren verschiedene Anbieter, welche die Produktion von animierten Videos und Scribblefilmen auch für Normalsterbliche zugänglich machen.
Zur Hollywoodproduktion wird es zwar wohl nicht reichen, aber mit Kreativität und ein wenig Zeit kannst Du schon einiges reißen, um Deiner nächsten Präsentation den entscheidenden Schwung zu verleihen, auf jeden Fall!

Und hier sind Sie also, die Erklärvideo Software Anbieter:

Die schnelle Zusammenfassung als pdf + weitere Tips zum kostenlosen Download

Das wartet auf Dich:

  • Eine Kurzversion der Software Liste
  • Schnell umsetzbare Tipps, mit denen Du noch heute Dein erstes Video erstellen kannst!
  • Kostenfreie Quellen für Grafiken in deinen Videos!
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