Online Workshops – Geht das auch in geil? 6 Tipps!

Die vierte Welle ist da. Also: Zeit Deine Veranstaltungen wieder in den virtuellen Raum zu Verlagern. Online Workshops , Webinare und Videokonferenzen sind wieder da! Yay!

Und nach mittlerweile über einem Jahr ist mehr gefragt als simples Kachelstarren. Also raus aus der Komfortzone und Zoom, Teams, Webex und Co gepimpt!

Wie es geht und was Du alles machen kannst, zeige ich Dir in diesem Artikel.

Wie immer geht es dabei nicht darum, so viel wie möglich zu tun. Und ein Feuerwerk zu zünden. Sondern: Wohldosiert eine Kombination aus den für Dich sinnvollen Möglichkeiten zu finden.

Dieser Artikel ist für Dich, wenn Du (wie wahrscheinlich wir alle) schon die Grundlagen für virtuelle Workshops drauf hast. Falls Du nochmal schauen willst, findest Du hier zum Grundlagen Artikel zu virtuellen Meetings.

Und hier einen Artikel zu Online Meeting Tools.

Dabei ist der Artikel so aufgebaut, dass die grundlegenderen Tipps zuerst kommen und die fortgeschritteneren im weiteren Verlauf.

Perfekter Ton für Deine Online Workshops

ok, ok, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Doch: Die Erfahrung zeigt: Es ist längst nicht immer so. Und die vorhandenen Tools machen es uns auch teilweise nicht so leicht.

audio online workshops
Guter Ton ist für Online Workshops unerlässlich!

Allerdings ist das Zuhören für alle anderen ein Graus, wenn der Ton nicht gut verständlich ist.

Was also tun?

  1. Auf jeden Fall externes Mikro und Ohrstöpsel nutzen (Und wenn es nur ein Headset vom Handy ist, so verbesserst Du die Audioqualität schon einmal extrem!
  2. Hintergrundgeräusche eliminieren, wie bspw. offenes Fenster, Klimanlage etc.
  3. Im besten Fall nutzt Du ein extra Mikrofon, bspw. ein Lavalier, ein USB Mikro oder ähnliches.
  4. Bei Zoom kannst Du bspw. den Originalton einstellen. D.h. Zoom legt keine Filter mehr drüber. Das hat zur Folge, dass der Ton klarer übertragen wird. Gleichzeitig werden damit aber auch kleine Fehler – wie Echos – verstärkt zur Geltung kommen.
  5. Generell gilt: Schließe das Mikro wenn möglich direkt an Deine Bildquelle (Cam) an. So vermeidest Du, dass sich Deine Lippen asynchron zum Ton bewegen.
  6. Achte auf gute Verbindungsqualität. Ich habe bspw. als Ersatz bei Ausfall oder schlechter Verbindung einen LTE Router bereit. Auf den stelle ich dann bei Bedarf um. Das geht natürlich auch mit dem Smartphone. Am besten: Einfach per Netzwerkkabel anschließen. Damit hast Du die beste Verbindung.

Und schon kommen wir zum zweiten Teil:

Kinoreifes Bild für wenig Geld?

Kennst Du das: Kacheln mit hellem Fenster im Hintergrund, Gesicht dunkel, verpixelt, verrauscht, bleich oder das ganze Bild mit leichtem Gelbstich?

Gerade noch ok, wenn Du nur Teilnehmer an einer Videokonferenz bist. Geht aber gar nicht, wenn Du den Call leitest und in groß auf der Mattscheibe der anderen Teilnehmer zu sehen bist.

Bildqualität online workshops
Nicht kinoreif, aber ok ausgeleuchtet und gut sichtbares Bild.
  1. Sorge dafür, dass Du von vorne mit Licht angestrahlt wirst. Die Dich anstrahlende Lichtquelle sollte nicht im Bild sichtbar sein! Mehr dazu im Kapitel übers: genau: Licht. 😉
  2. Im Besten Fall nutzt Du NICHT die eingebaute Webcam Deines Laptops. Aber welche Kamera dann? Entweder eine gute Webcam. Oder noch was Günstigeres. Und Besseres! Was das ist? Ganz einfach: Dein Smartphone. Wie das geht, erfährst Du im Video unten. Neben den im Video vorgestellten gibt es noch eine weitere coole Möglichkeit: Die Übertragung via NDI. Dafür erstelle ich noch ein extra Video! Aber: Im Prinzip brauchst Du dafür nur die App NDI HX Camera (ca. 20€) und eine kostenfreie Software für Deinen Computer, die Du bei Newtek herunterladen kannst.
  3. Ein nicer Hintergrund. Ok. Ich weiß, nice ist nicht das beste Wort, mir fiel aber gerade nicht anderes ein. Am besten: Etwas mehr als eine Armlänge weg von der Wand, vor der Du sitzt. Hintergrund aufgeräumt und am besten eine farbige Wand. Also nicht weiß. Vielleicht auch nicht knallrot, aber gut sind dunklere Töne oder Pastelltöne.
  4. Gerne auch ein paar Akzentlichter im Hintergrund. Solltest Du doch eine weiße Wand hinter Dir haben, kannst Du diese mit farbigen LEDs verschönern. Bestimmt kennst Du auch die virtuellen Hintergründe in den unterschiedlichen Softwares. Diese sind leider immer noch nicht besonders stabil, so dass ich sie ungern nutze. Und dafür auf einen aufgeräumten echten Hintergrund setze.
Video: Dein Smartphone als Webcam nutzen!

Nochmal in Sachen Kamera: Wenn Du noch einen Schritt weiter gehen willst: Die nächstbessere Variante ist eine richtige Kamera, bspw. die Sony ZV-1. Die kannst Du direkt an den Rechner anschließen.

Wenn Du also sowieso noch eine Cam herumliegen hast, schau doch mal, ob Sie einen clean hdmi out hat. Dann kannst Du sie via Adapter (caputer Card) an den Rechnerpacken. Vorteil: Welten bessere Belichtung und deutlich besseres Bild. Zudem kannst Du die Einstellungen perfekt beeinflussen: dargestellte Farben, Blende, Weißabgleich etc. Nicht mehr die Kamera entscheidet was sie sendet, sondern Du! Und damit kannst Du richtig Eindruck schinden!

Außerdem kannst Du Zoom genauso einstellen, dass die maximale Qualität auch zu Deinen Zuschauern übertragen wird. Wie das funktioniert zeige ich Dir in diesem Video.

Und schon sind wir beim nächsten Punkt für ein gutes Bild:

Rück Dich ins beste Licht.

Wie schon gesagt: Lichtquelle sollte Dich anleuchten, aber nicht im Bild sein. Am besten eine weiche Lichtquelle. Die macht keine harten Schatten und das wirkt angenehmer. Und professioneller.

Am besten nutzt Du eine künstliche Lichtquelle! Warum? Nutzt Du natürliches Licht, ändert sich das dauernd und Dein Gesicht strahlt mal heller, mal dunkler. Und das irritiert auf Dauer.

Empfehlenswerte günstige Lichtquelle für weiches Licht: Softboxen von Geekoto oder ähnliches. Die sind zwar ein wenig sperrig, liefern aber schönes, weiches Licht.

Beispielbild für zwei Softboxen. Quelle: Envato Elements.

Sei Dir aber bewusst: Es gibt eine riesige Range an Lichtern. Manche eher günstig, manche eher teuer. Alle haben spezifische Vorteile. Und bei den allermeisten kommt dafür irgendein Nachteil damit einher. Das würde den Artikel sprengen.

Vielleicht ein Beispiel dazu: Eine größere Softbox macht das Licht noch weicher und schöner (Yeah)! Allerdings braucht sie richtig viel Platz (Nicht so gut). Eine leistungsstärkere Lampe macht helleres Licht (wieder yeah). Allerdings hat sie wahrscheinlich einen Lüfter, der unschöne Geräusche macht (nicht so dolle…). Du siehst schon: Dieses Spiel könnte ich immer weiter treiben. Suche Dir also am besten eine Variante, die gut für Dich passt!

Nach den Basics nun aber zum spannenden Teil:

Bring Abwechslung in Deine Online Workshops!

Das gilt sowohl für Inhalt, interaktivität als auch für den visuellen Teil. Zu Part 1 und 2 kommen wir später.

Zuerst eimal der visuelle Teil

Du denkst: Ok, Andreas, verstanden.

Aber wie mach ich das?

Und:

Vor allem: ohne mich dabei arm zu machen?

Ganz einfach:

Nutze unterschiedliche Perspektiven

Neben der Sicht auf Dich selbst kannst Du bspw. noch eine Perspektive von oben auf Deinen Schreibtisch zeigen.

Und dort dann:

  • zeichnen
  • schreiben
  • Gegenstände zeigen
  • Sketchnotes hinein- und hinausschieben (analog zum Legetrickvideo)

Das kann zum Beispiel so wie in diesem Bild aussehen:

Online Workshops spannend gestalten!
Mit einer Kamera von oben auf den Schreibtisch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten!

Alternativ kannst Du auch eine zweite Kamera aufstellen, die Dich vor einem Flipchart zeigt. Oder ähnliches.

Wie das gehen soll?

Ganz einfach: hier kommt wieder Dein Smartphone ins Spiel. (geht natürlich nur, wenn Du es nicht schon als Hauptkamera verwendest). Dein Smartphone nutzt Du als Webcam (siehe oben). Und positionierst es dort, wo Du möchtest.

Die Kamera wechseln kannst Du dann entweder direkt in der Videokonferenz-Software, via Hardware-Switcher (wenn Du Kameras mit HDMI Ausgang verwendest) oder mit einer Zusatzsoftware wie OBS, Manycam oder Ecamm Live.

Und da wären wir auch schon beim Stichwort: Zusatzsoftware!

Denn da geht auch einiges, um Deine online Workshops spannender zu machen! Wusstest Du, dass Du Drittsoftware mit Zoom, Teams und Konsorten verbinden kannst? Und Dir damit:

  1. das Leben leichter machst und
  2. visuell eine schiere Unzahl an neuen Möglichkeiten hinzugewinnen kannst!
Bild in Bild OBS
Bild in Bild Modus mit geteiltem Bildschirm und Präsentator in OBS.

Ein paar Beispiele dafür wären:

  • Schnelles Teilen Deines Bildschirms, ohne in Zoom etc. herumklicken zu müssen (und inkl. Audioübertragung für Videos)
  • Bild in Bild Effekte: Man sieht Dich und Deinen Bildschirm gleichzeitig.
  • Geteilter Bildschirm: Du kannst Dich und ein zweites Element zeigen
  • Wechseln zwischen all den oben genannten mit nur einem Tastendruck
  • Einspieler mit Videos
  • Audios an passenden oder unpassenden Stellen einspielen (Soundeffekte oder Musik)
  • Overlays mit Namen & Thema des Workshops
  • und vieles mehr!

Uuuund: Das beste kommt (fast) zum Schluss:

Es muss nicht teuer sein.

Denn:

Die Softwares gibt es sogar kostenfrei, günstig oder etwas teurer.

und:

Du ahnst es schon: Bei der kostenfreien Variante ist etwas mehr Arbeit gefragt. Aber: Es geht trotzdem gut!

Mögliche Softwares für Deine Online Workshops bzw. Deine Videokonferenz sind folgende:

Und damit kannst Du aus Deiner Videokonferenz fast schon so etwas machen wie eine Doku im Fernsehen, eine Fernsehshow oder eine Wissenssendung. Du nutzt diese Software dann in Deinem Videokonferenz Tool wie eine Webcam. Gar kein Hexenwerk. Aber Mega Effekt!

Vergiss nur nicht, in Zoom oder Teams die Spotlight Funktion und HD Übertragung zu nutzen! Damit ist Dein Bild bei den anderen Teilnehmern klarer sichtbar!

Und ab gehts zum nächsten Punkt:

Online Workshop Ideen: Abwechslung und Interaktivität in Deinen virtuellen Meetings.

Das ist im Prinzip das Sahnehäubchen. Schaffst Du es, Deine Teilnehmer aktiv einzubinden, hast Du schon gewonnen.

Und diese Dinge kannst Du unter andere, tun:

  • Baue Fragen ein
  • Stimmungsbarometer
  • Kleine Spiele, zum Beispiel zum Eis brechen oder Kennenlernen. Ein paar Beispiele findest Du in den Kennenlernspielen.
  • Gruppenarbeiten einbauen: Entweder zum Erarbeiten von Ergebnissen. Oder zum Erarbeiten von Infos. Durch eigene Recherche, oder berbeiten von Materialien (Dokumente, Videos etc.)
  • Umfragen, bspw. mit Poll Everywhere, Kahoot, oder was es alles gibt. Mehr Hinweise dazu in meinem Artike zu interaktiven Präsentationen.
  • Kooperatives Arbeiten, bspw. am Conceptboard, Miro oder ähnlichen Tools. Dies kannst Du toll mit vorhandenen Tools wie verschiedenen Canvas ergänzen.
  • Nutze weitere Lernformen bzw. Lernsituationen. Bspw. Blended Learning oder Flipped Classroom. Zusätzlich kannst Du Projektaufgaben vergeben, die in der Zwischenzeit zwischen zwei Online Workshops erledigt und dokumentiert werden. Unter Umständen erfordert dies noch weitere Tools, wie geteilte Ordner, eine online kurs plattform, youtube oder eine gemeinsame Gruppe.

Online Workshops: Mein Fazit

Du kannst Online Workshops Fall hervorragend als (zumindest zeitweiligen) Ersatz für viele Deiner Präsenzveranstaltungen nutzen. Dabei bist Du keinesfalls so limitiert, wie Du denkst, sondern es gibt jede Menge Möglichkeiten, Deine Videokonferenzen, Meetings oder Deine digitale Lehre bzw. den digitalen Unterricht spannend, abwechslungs- und lehrreich zu gestalten!

Um also die Anfangsfrage zu beantworten: Geht das auch in geil? – Ich denke: Auf jeden Fall!

Du kennst noch weitere Möglichkeiten? Lass mich in den Kommentaren daran teilhaben! Brauchst Du noch mehr Input zum Thema? Schreib auch das gern in die Kommentare!

5/5 (1 Review)

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