Screencast erstellen leicht gemacht: Der ultimative Guide zum Lernvideo erstellen (inklusive 14 Screencast Tools)

In diesem Beitrag zeige ich Dir Schritt für Schritt, wie Du Deinen eigenen Screencast erstellen kannst. Und: Welche Screencast Software Du für Deinen Bedarf nutzen kannst.

Das Beste: Das Ganze muss gar nicht teuer sein, sondern geht teilweise sogar mit eingebauten „Bordmitteln“. Je nachdem , welches System Du benutzt.

Wofür einen Screencast erstellen?

Einen Screencast aufnehmen… Brauchst Du das wirklich? Die Antwort wie immer: Kommt darauf an. Wenn Du eines der folgendes Dinge erfolgreich erledigen möchtest, kommst Du kaum um einen Screencast herum:

  • Du möchtest Inhalte für E-Learning erstellen
  • Dein nächster oder Dein erster Online Kurs soll endlich fertig werden und Du ihn bspw. zu Coachy hochladen möchtest.
  • Du willst ein Webinar aufnehmen
  • Dir schwebt vor für Youtube ein Tutorial aufzunehmen
  • Du möchtest Deine neueste Software vorstellen
  • Vielleicht möchtest Du auch einfach ein Lernvideo erstellen
  • Oder ein günstiges Marketingvideo erstellen
  • Du willst ein Erklärvideo produzieren. Falls Du das tun möchtest, findest Du in meinem Beitrag übers Erklärvideo erstellen viele gute Hinweise. Und dazu gibt im Beitrag über Erklärvideo Software 20 Tools, die Du nutzen kannst!

Für all diese Fälle ist ein Screencast (oder auf Deutsch: Eine Bildschirmaufnahme) perfekt geeignet.

Der Vorteil eines Screencasts liegt dabei auf der Hand: Dein Zuschauer kann sehen und hören zugleich. Und so machst Du Dir den Bildüberlegeneheitseffekt zu nutze!

Inhaltsverzeichnis

  1. Was brauchst Du alles für einen Screencast?
  2. Wie gehst Du am besten vor?
  3. Die besten Screencast Tools
  4. Kostenfreie Tools
  5. Präsentationssoftware nutzen
  6. Umfangreiche Desktop Tools
  7. Das iPad zum Screencasting
  8. Umfassende E-Learning Lösungen
  9. Mein Fazit zu den Screencasting Tools

Was brauchst Du alles, um einen Screencast zu erstellen?

Das hat sich schnell, denn: Im Prinzip wirst Du fast alles schon an Bord haben. Je nachdem, welche Qualität Dein fertiges Video haben soll, kommen dann verschiedene Tools in Frage.

  • Das Wichtigste: Ein Computer /Laptop
  • Ein Programm/ Software, Blidschirm Recorder bzw. Ein Screencast Tool
  • Eventuell ein zusätzliches Mikrofon (empfehlenswert)
  • Unter Umständen eine Webcam
  • Die Idee und ein (zumindest) grobes Skript für Deinen Screencast
  • Je nachdem noch eine einfache Software für Videoschnitt

Wie gehst Du am besten vor?

Eine spannende Frage, da es mehrere Möglichkeiten gibt. Wenn Du eine ausführliche Anleitung suchst, hilft sicherlich auch mein Artikel zum Erklärvideo erstellen. Hier zeige ich in 8 Schritten, wie Du genau vorgehst. Hier aber noch einmal kurz zusammen gefasst die wichtigen Schritte.

1 Die Grundsatzfragen

Die Zielgruppe

Flipchart Figuren zeichnen

Als erstes solltest Du entscheiden: Wer ist meine Zielgruppe? Wer wird sich das Ganze ansehen? Wem soll dieses Video helfen. Und hier empfehle ich: Gerne etwas länger nachdenken! Denn: Machst Du hier einen Fehler, entscheidet dieser darüber, ob das Video bei Deiner Zielgruppe ankommt – oder eben nicht.

Was möchte ich vermitteln?

Lernvideo Animationsvideos

Als nächstes kommt die Frage: Was genau möchte ich genau vermitteln? Welche Transformation soll in den Köpfen meiner Zuschauer stattfinden? Was denkt/ weiß mein Zuschauer bevor er mein Video gesehen hat zu dem Thema? Und was denkt/Weiß er danach dazu?

Ich empfehle gerne, sich pro Video nur auf einen Aspekt zu beschränken. Das gilt sowohl für Tutorials als auch für Online-Kurs Videos als auch für Lernvideos generell.

Warum?

Weil der User sonst lange nach der Antwort auf seine Frage suchen muss. Und das sorgt dafür, dass er gleich wieder gehen wird. Und das möchtest Du ja vermeiden.

Anders ist es sicherlich bei e-Learning Inhalten oder Web Based Trainings. Denn die sind ja hierarchisch bzw. konditional aufgebaut.

Wo wird das Video zu sehen sein?

Wahrscheinlich klingt das komisch. Aber: Es macht einen Unterschied, ob Dein Video auf einer e-Learning Plattform Deines Unternehmens zu sehen ist, auf Youtube oder noch einmal wo anders.

Der Aufbau des Video

Sind die vorherigen Schritte getan, überlegst Du Dir eine Gliederung für Deinen Screencast: Welche Inhalte zeige ich in diesem Video, was lasse ich weg? Und: Wann zeige ich welchen Teilapsekt, wie baue ich das Video auf? Was macht Sinn?

Stil Deines Videos

Wahrscheinlich hast Du schon recht genau im Kopf, wie Dein Video aussehen soll. Dennoch hier ein paar Gedankenanstöße zum Stil des Videos.

  • Was nimmst Du auf? Eine Powerpoint? Den Bildschirm? Eine Software
  • Ist lediglich der Bildschirm zu sehen oder zusätzlich noch ein Bild von der Webcam?
  • Welchen Stil hat die Präsentation?
  • Sprichst Du den Text selbst, oder gibt es einen professionellen Sprecher?

Powerpoint Präsentation aufnehmen

Solltest Du Dich entscheiden, eine Powerpoint Präsentation aufzunehmen, gilt es natürlich, die Präsentation zu erstellen. Achte hierbei darauf, dass nicht allzu viel Text enthalten ist. Sondern: Nur so viel wie nötig.

Wie da geht? Ganz einfach: Es gibt zahlreiche Templates für Powerpoint, mit denen Du Zahlen, Daten und Fakten herovrragend veranschaulichen kannst. Auf Graphicriver findest Du einige davon für kleines Geld!

Wie möchte ich aufnehmen?

Das tolle am Screencast ist: Du musst nicht alles auf einmal aufnehmen! Die wenigsten von uns werden es schaffen, 5 bis 15 Minuten am Stück fehlerfrei zu sprechen. Oder sich vorher alles zu merken. So kannst Du entweder alles am Stück aufnehmen und Pausen einbauen.

Oder Du nimmst alles in kleinen Szenen auf. So kannst Du Szenen auch ganz einfach wiederholen. Und wählst am Ende beim Zusammenschneiden einfach die Beste aus.

Wichtig bei umfangreichen Projekten: Nicht die Übersicht verlieren:

Die Storyline die Geschichte

Stell Dir vorher die Frage, ob Du eine Geschichte erzählst oder ob Du ein spezifisches Problem des Zuschauers löst / beantwortest. Erzählst Du eine Geschichte, stelle sicher, dass sie:

  • nicht zu lang ist
  • direkt einsteigt
  • der Nutzer sich damit identifizieren kann
  • Sie sich in Richtung eines Höhepunktes aufbaut
  • Sie das richtige Learning beinhaltet

Wie organisiere ich das Videomaterial?

Wenn Du Gelegenheits Screencaster bist, sicher keine wirklich wichtige Überlegung. Aber schon, wenn Du bspw. einen kleinen Online-Kurs erstellst, wird es tricky! Hier stellt sich die Frage:

Wie organisiere ich das Videomaterial am besten. Denn: Du musst sicherstellen, dass Du weißt, welche Aufnahmen Ausschuss sind, welche Du verwendest und wie Du sie schnell findest. Denn sonst wird die Erstellung ein sehr langer und mühseliger Prozess.

Hier hilft es, Dir vorher das passende Tool heraus zu suchen. Und genau dabei hilft die unten stehende Übersicht über die Tools, die es so am Markt gibt.

Für noch mehr Ideen findest Du hier 7 weitere Tipps!

Die Aufnahme

Nach den vielen Vorüberlegungen geht es jetzt endlich um die Aufnahme des Screencasts. Unter Umständen muss natürlich vorher noch die Präsentation erstellt werden. Aber das wäre ein anderer Blogbeitrag.

Wenn Du allerdings wissen möchtest, wo Du Icons, Grafiken und Bilder für Deinen Präsentationen findest, habe ich in dem Artikel Bilder für Präsentationen für Dich.

Einzelne Szenen oder am Stück

Meine Empfehlung: Besser kurze einzelne Szenen aufnehmen. Und diese dann später zusammenfügen. So ist die Gefahr geringer, dass Du Dich versprichst.

Und wenn doch, musst Du nicht direkt 15 Minuten Videomaterial nach dem Fehler durchsuchen. Um ihn dann rauszuschneiden.

Audio ist King!

Audioaufnahme für Deinen Screencast
Für die Audioaufnahme des Screencastes solltest Du unbedingt ein externes Mikrofon benutzen.

Klingt erstmal komisch, aber: Es kommt wirklich darauf an, dass die Audioaufnahme wirklich gut ist. Wenn es zu viel hallt oder verrauscht ist muss der Zuschauer sich anstrengen.

Und das ist der Tod eines jeden Videos. Denn: Dann schaltet der Zuschauer einfach ab und sucht sich ein anderes Video.

Daher: Nutze immer ein externes Mikro, das in der Nähe der Tonquelle (aka: Dein Mund) platziert ist. Beispielsweise ein Lavaliermikro (Ein Ansteckmikro), falls Du mit Webcam aufnimmst.

Nimmst Du ohne Webcam auf, kannst Du auch ein größeres Mikro nutzen. Um Hall zu vermeiden, suche Dir einen Raum mit möglichst wenig Echo. Ich persönlich nutze das oben und unten abgebildete Rode NT-USB.

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Rode NT-USB Mikrofon RODNTUSB
1x Rode NT-USB Mikrofon 1x vormontierter Metall-Popschutz 1x Tischstativ 1x Befestigungsring mit Stativhalterung 1x langes USB-Kabel (6m) 1x Staubschutzbeutel

Wenn es gar nicht anders geht, kannst Du Dir ein Handtuch oder Schaumstoff unter Dein Mikro legen.

Solltest Du sehr unsicher sein, kannst Du Deinen Text natürlich auch von einem professionellen Sprecher sprechen lassen.

Die Entscheidung für das Screencast Tool

Da es eine wahre Fülle an Tools und Software gibt, versuche ich Dir im folgenden Abschnitt einen Überblick zu geben. Dieser ist auf keinen Fall vollständig. Er basiert aber auf meinen Erfahrungen. Und das Wichtigste: Er gibt eine breite Ansicht über die verschiedenen Möglichkeiten!

Die besten Screencast Tools / Bildschirm Recorder

Hier habe ich Dir eine Übersicht der besten Tools für Deinen Screencast zusammengestellt. Mit jedem kannst Du Deinen Bildschirm aufnehmen und alle funktionieren sehr gut.

Die Unterschiede ergeben sich hauptsächlich durch den Funktionsumfang und den Preis. Du kannst natürlich einen kostenfreien Bildschirm Recorder nutzen. Nur erwarte nicht, dass dieser all Deine Ansprüche in Perfektion umsetzen kann.

Wo liegen die Unterschiede zwischen den Bildschirm Recordern?

Gute Frage! Die verschiedenen Tools zur Bildschirmaufnahme unterscheiden sich v.a. in Ihren Funktionen. Hier daher ein kurzer Überblick, welche Funktionen wichtig sein könnten.

  • Einfach nur den Bildschirm aufnehmen
  • einen bestimmten Bereich bzw. ein bestimmtes Fenster aufnehmen
  • das Hervorheben von Klicks und Scrolls auf dem Bildschirm
  • Den Zoom auf bestimmte Bereiche des Bildschirms
  • Tonaufnahmen integrieren
  • Aufnahmen von Webcams integrieren
  • Werkzeuge für die Bearbeitung des fertigen Produktes sind integriert.
  • Werkzeuge zum Markieren, Hervorheben und Zeigen (Linien, Pfeile etc.)
  • Bei fortgeschrittenen Lösungen für E-Learning bieten sich zudem noch Möglichkeiten, Quizzes einzubauen. Bzw. interaktive Elemente, die es ermöglichen zwischen Videos oder Szenen zu springen.

Warum diese Unterschiede wichtig sind, zeige ich Dir im Weiteren. Im Prinzip geht es darum, wie einfach, komfortabel und zeitsparend es möglich ist, einen Screencast zu erstellen.

Den meisten kostenfreien Bildschirm Recordern fehlt mindestens eine wichtige Funktion. So werden zusätzliche andere Softwares und vor allem zusätzlich Arbeitsschritte nötig, die den Weg zum Endprodukt erschweren.

Im Prinzip musst Du vor Beginn Deiner Screencast-Karriere entscheiden, wie viel Aufwand Du treiben willst. Und davon hängt auch ab, wie viel Du am Ende bezahlst. Ich stelle Dir im folgenden eine Auflistung in drei Kategorien vor:

  • kostenfreie Software:
  • Präsentationsprogramme
  • Spezialprogramme

Tool Tipp

Ein kleiner Tipp noch, bevor es losgeht! Und zwar: Das Tool Cleanshot (für Mac) hilft Dir dabei, die ganzen Ordner und Dateien auf Deinem Desktop zu verstecken. So filmst Du immer einen aufgeräumten, sauberen Desktop! Kostenpuntk: 15$.

1 – Kostenfreie Bildschirm Recorder

Kostenfreie Software ist natürlich immer etwas tolles! Warum? Weil Sie nichts kostet 😉 Zu Beginn sorgt das natürlich für Begeisterung. Mit der Zeit stellt sich allerdings ebenso oft Ernüchterung ein. Warum?

Weil die meisten kostenlosen Screenrecorder erledigen zwar den Hauptjob (Bildschirm aufnehmen) hervorragend. Allerdings fehlen dann oft Features, die den Prozess rund machen. Und so werden auf einmal weitere Softwares gebraucht und es entstehen zusätzliche Arbeitsschritte, die den ganzen Prozess deutlich bremsen und erschweren.

Nichts desto trotz, hier zwei kostenfreie Lösungen, für alle die günstig starten wollen.

QuickTime Player (für Mac-User)

Der Quick Time Player ist in jedem Mac enthalten. Und der spielt nicht nur Videos ab, sondern kann über die Funktion Bildschirm aufzeichnen auch den Bildschirm aufzeichnen. So kannst Du bei Apple Screen Recording kostenfrei betreiben. Leider klappt das tatsächlich nur mit der Version für den Mac.

Und so gehts:

Quicktime aufrufen und oben in de Funktionsleiste auf: Ablage > Neue Bildschirmaufnahme klicken. Alternativ geht auch die angezeigt Tastenkombination.

Danach kannst Du den Bildschirmausschnitt wählen, der aufgezeichnet werden soll. Und dann hast Du verschiedene Optionen zu Auswahl:

  • Du kannst ein Bildschirmfoto aufnehmen
  • Möchtest Du ein Video des ausgewählten Bereiches oder des ganzen Bildschirmes aufnehmen?
  • Den Speicherort wählen
  • Das Mikro wählen, das Du nutzen möchtest. Ich empfehle auf jeden Fall ein externes Mikro!
  • Zusätzlich kannst Du bestimmen, ob Du möchtest, dass Mausklicks deutlich dargestellt werden (durch einen kurz aufleuchtenden Kreis)

Daneben bietet der Mac noch ein nützliches Feature! Und zwar: Durch zweimaligen leichten Touch auf die Magic Mouse wird ein klein wenig in de Bildschirm herein gezoomt. Dieser Zoom wird von Quicktime mit aufgenommen. So kannst Du ganz einfach in wichtige Bildausschnitte während Deiner Aufnahme hineinzoomen. Und so Deinen Zuschauern eine bessere Detailansicht bieten.

Was fehlt bei Quicktime?

  • Aufnahme über die integrierte Webcam
  • Eine Funktion zur Bearbeitung / zum Schneiden Deines Rohmaterials
  • Werkzeuge zum Hervorheben und Zeigen.

Glücklicherweise ist beim Mac mit iMovie gleich noch ein Videoschnittprogramm integriert. Interessant zu wissen: Das Anhalten einer Aufnahme erfolgt durch einen Klick in der Statusleiste am oberen Bildschirmrand auf das Aufnahme-Icon!

Fazit QuickTime Bildschirmrecorder

Bewertung Quicktime

QuickTime ist ein für Mac User kostenfreier, integrierter Bildschirm Recorder. Er bietet die wichtigsten Basisfunktionen und liefert tolle Qualität. Was fehlt ist eine Funktion zum Webcam integrieren und eine Funktion zum Schneiden. Das heißt, wer sich für Quicktime entscheidet, kommt um ein separates Programm zum Videoschnitt nicht herum. Damit einher geht dann auch ein u.U. unhandliches Handling der vielen Aufzeichnungsdateien.

Loom – kostenfreie Variante

Loom ist ein großartiges Tool – und einer meiner persönlicher Favorit für Screencasts! Denn vom Funktionsumfang ist (fast) alles dabei, was ich mir wünschen könnte. Und das Beste: Es gibt eine kostenfreie Variante (Mit etwas eingeschränktem Funktionsumfang).

Das ist natürlich genial zum ersten ausprobieren. Oder für alle, die kostenfrei mit einem umfangreichen Screencast Tool arbeiten möchten. Den Funktionsumfang kannst Du auf der Loom Website einsehen.

Screencast erstellen mit Loom

Besonders an Loom ist: Es gibt Desktop Apps (aktuell Mac) als auch eine Browsererweiterung für Chrome. Zudem gibt es Loom als iOs App. Hiermit kannst Du entweder mit der Kamera aufnehmen. Oder Deinen Bildschirm zeigen. Wirklich insgesamt sehr rund gemacht!

Die Loom Desktop App (für Mac)

Der Download der App geht ganz einfach von statten. Im Prinzip wie jede andere App auch. Dann noch installieren. Danach wirst Du durch verschiedene Schritte geleitet. Hier stimmst Du Zugriff auf Kamera, Mikro und Bildschirmaufnahme zu. Im Prinzip ganz einfach, aber manchmal treten hier auch ein paar „Hick-Ups“ auf.

Danach kannst Du Loom als Programm öffnen und es taucht oben in der Statusleiste auf. Du meldest Dich an. Bspw. mit Deinem Google Account oder Deiner Mailadresse. Und schon kann es losgehen!

Nun bietet Dir Loom verschiedene Optionen:

  • Ein Programm aufnehmen
  • Den ganzen Bildschirm aufnehmen
  • Nur die Kamera aufnehmen
  • Oder die Kamera als kleinen Kreis einblenden.
  • Du kannst das Mikro auswählen
  • und die Qualität einstellen
  • zusätzlich auch noch wählen, ob Mausklicks hervor gehoben werden sollen
Screencast mit Loom erstellen

Und schon kannst Du Deinen Bildschirm aufnehmen. In der Pro-Version zahlst Du ab 4$ / Monat und erhältst zusätzliche Features. Zum Beispiel: Das Zeichnen auf dem Bildschirm während der Aufnahme. Und zusätzliche Qualitätsoptionen, bspw. höhere Auflösung.

Das ist natürlich ganz nützlich und der Preis rechtfertigt die Überlegung absolut!

Nach der Aufnahme kommt der Clou:

Dein Video wird automatisch in der Loom-Cloud gespeichert. Und hier hast Du jede Menge Möglichkeiten zur Bearbeitung und zum Teilen des Videos. Du musst es also nicht erst sonst irgendwo hochladen, sondern kannst direkt den Link zum Video senden.

Screencast teilen mit Loom

Alternativ kannst Du es natürlich auch einfach herunterladen. Um es bspw. anschließend auf Youtube zu veröffentlichen. Dazu klickst Du unter dem Video einfach auf den Download Button.

Screencast herunterladen in loom

Zudem bietet die Loom Cloud noch das ein- oder andere sehr nützliche Feature. Bspw das Bearbeiten des Videos mit der „Trimmen“ Funktion: Hier kannst Du alle Teile rausschmeißen, die nicht gut waren. Z.B. wenn Du Dich versprochen hast, oder gerade jemand zur Tür reingekommen ist.

Screencast trimmen in Loom

Daneben kannst Du diverse Einstellungen vornehmen, Handlungsaufforderungen (Call to actions) einbauen oder Deinem Video ein individuelles Cover Bild verpassen.

Screencast bearbeiten mit Loom
Die Editierungsfunktionen in Loom

Vorteile von Loom

  • Umfangreiches Tool
  • Direktes Hosting von Videos mit eingebaut
  • Grundlegende Editierungs- Tools
  • Zeichnen direkt in der Aufnahme
  • Chrome-App und Desktop Apps
  • Im Prinzip alles dabei was Du brauchst
  • kostenfrei oder wirklich günstiges Abo
  • Bietet fast alles was das Herz begehrt
  • iOs App

Nachteile von Loom

  • Fallen mir fast nicht ein
  • Etwas umständliches Einrichten der Desktop App
  • Nicht sicher, was den Datenschutz beim Videohosting angeht
  • Bearbeitungsfunktionen könnten etwas umfangreicher sein.
  • Zoom ins Video fehlt
  • Loom ist keine reine Desktop Software und benötigt eine Internetverbindung. D.h. bei schlechter Verbindung gibt es starke Einschränkungen.

Fazit Screencast Tool Loom

Meine Bewertung für Loom

Für mich ist Loom eines der coolsten Tools. Weil es so viele Möglichkeiten bietet. Und das entweder kostenfrei oder zu einem wirklich hervorragenden Preis. Wenn Du die paar Euro bezahlst, hast Du im Prinzip alles, was Du brauchst. Und kannst so Online-Kurse aufnehmen, Tutorials, E-Learning Angebote und vieles mehr.

Screencastify – Screencast aus dem Browser erstellen

Bildschirm aufnehmen mit Screencastify

Screencastify ist ebenfalls – wie Loom – ein Online Tool. Im Moment ist es nur als Browser Add-On für Chrome verfügbar.

Aber dafür hat es die Software in sich: Du erhältst nämlich den kompletten Funktionsumfang kostenlos. Solange Deine Screencasts nicht länger als 5 Minuten dauern.

Sind Deine Videos länger, beginnen die Preise bei 49$ pro Jahr.

Das tolle daran: Trotz Online Tool, kannst Du auch Offline aufnehmen!

Die Funktionen von Screencastify

  • Screencast erstellen 🙂
  • Highlighten von Mausklicks
  • Zeichentools
  • Die Maus kann im „Spotlight“ angezeigt werden
  • Du kannst sowohl Webcam als auch Bildschirm aufnehmen. Oder beides gleichzeitig
  • Super einfache Bedienung

Nach der Aufnahme kannst Du direkt zu Youtube exportieren oder auf Google Drive speichern. Und da ist auch schon der Nachteil: Die Aufnahme wird direkt unbearbeitet weiter genutzt. Du muss für die bEarbeitung oder Aufnahme in Szenen also deutliche Umwege gehen.

Nichts desto trotz: Für kurze, schnelle Aufnahmen ohne viel Aufwand ist Screencastify einen Blick wert!

VLC Player zum Screencast erstellen nutzen

Bewertung VLC Player

Auch der altgediente VLC Player (kostenfrei) lässt sich für das Screen Recording nutzen. Das Gute daran: Er ist auch für Windows erhältlich! Allerdings bietet der Player nur eingeschränkte Funktionen an. Ich erwähne ihn daher nur der Vollständigkeit halber am Rande. Eine Anleitung zur Funktionsweise gibt es beim PC MAgazin.

Leider fehlen dem VLC Player aber einige wichtige Funktionen, wie bspw. die Tonaufnahme. Damit ist er wirklich nur zur Aufnahme des Bildschirminhaltes geeignet. Und die dadurch notwendigen Zusatzschritte qualifizieren ihn nicht wirklich.

2 – Präsentationsprogramme als Bildschirmrecorder nutzen

Auch Präsentationsprogramme wie Powerpoint oder Keynote (Mac) bieten die Möglichkeit, den Bildschirm aufzunehmen. Teilweise sowohl eine im Programm erstellte Präsentation. Als auch eine Aufnahme anderer Bildschirmareale.

Aber wenn Du nur eine Bildschirm-Präsentation aufnehmen möchtest, sind diese Programme einen Blick wert. Und im Prinzip gibt es nur zwei davon:

Bildschirm aufnehmen mit Microsoft Powerpoint®

Bewertung Powerpoint als Bildschirm Recorder

Microsoft Powerpoint ist bekannt also Teil der Office Suite. Das Schweizer Messer zum Erstellen von Slide-basierten Präsentationen. Und damit eigentlich auch ein perfektes Medium für Lernvideos und Webinare. Zumindest, wenn es angenehm eingesetzt wird.

Glücklicherweise kannst Du in Powerpoint® nicht nur Deine Präsentation erstellen. Du kannst Deine Bildschirmpräsentation sogar aufnehmen! Die Kehrseite allerdings ist, dass es nicht mit jeder Version funktioniert. Es sollte gehen ab Office 2013. Wie genau es funktioniert, erfährst Du hier.

Ich habe es gerade selbst ausprobiert. Mein Fazit: Ich finde es etwas holperig und würde lieber ein anderes Programm nutzen, um eine Präsentation aufzuzeichnen. Eine gute Kombination ist sicher Apples Quicktime oder Loom mit Powerpoint.

Screencast erstellen mit Apples Keynote®

Screencast mit Keynote Bewertung

Was mit Powerpoint funktioniert, geht mit Keynote auch! Und das gar nicht so schlecht. Denn: Du kannst im Prinzip jede Präsentation aufzeichnen. Darin sind dann alle Animationen, Texte, Grafiken etc. enthalten. Und zusätzlich wird auch der Ton aufgezeichnet.

Hierfür empfehle ich Dir dringend ein externes Mikrofon. Sonst ruinierst Du Dir damit den Ton. Und das mögen Zuschauer gar nicht.

So gehst Du zur Bildschirmaufnahme mit Keynote vor:

Bevor Du Deine Präsentation erstellst, überlege Dir, in welchem Format Du Deinen Film haben möchtest. Dementsprechend musst Du vorher das Seitenverhältnis anpassen (bspw. von 4:3 auf 16:9).

Dann erstellst Du Deine Präsentation oder nutzt eine bereits Vorhandene. Danach klickst Du in der Statusleiste am oberen Bildschirmrand auf „Vorführen“ > „Präsentation aufzeichnen“.

Screencast erstellen: Bildschirm aufnehmen mit Apple´s Keynote.

Daraufhin öffnet sich die Präsentationsansicht. Bevor Du loslegst musst Du noch am unteren Bild auf den roten Punkt klicken. Damit wird die Aufnahme gestartet. Ab jetzt wird alles was in Bild und Ton passiert, aufgenommen.

Screencast erstellen mit Apple´s Keynote

Sobald die Präsentation vorbei ist, klickst Du noch einmal auf den roten Aufnahme-Button. Jetzt ist alles im Kasten.

Die große Frage ist jetzt: Wie kommst Du an Deine Bildschirmaufnahme heran?

Die Antwort: Die Exportieren Funktion!

Du klickst also wieder in der Statusleist oben auf „Ablage“ > „Exportieren“. Dann wählst Du „Film“. Und hier kannst Du nochmal die Qualität einstellen. Dann wird nach dem Speicherort gefragt.

Und schon hast Du Deinen Screencast mit Keynote erstellt.

Vorteile von Keynote als Screencast Tool:

  • Die vielen tollen eingebauten Animationen, die fast schon für Erklärvideo-Stil sorgen
  • Einfach, unkompliziert, für Mac User sehr günstig zu haben
  • Sehr einfache Aufnahme-Funktion
  • Im Prinzip kannst Du alles, was Du zusätzlich benötigst (Hervorhebungen, Pfeile, Zooms etc.) direkt in Deine Keynote einbauen. So sparst Du Nachbereitungszeit.
  • Der Film kann bei Bedarf später noch editiert werden.
  • Du nimmst direkt Deine Präsentation auf. Wenn das Dein Anwendungsgebiet ist (z.B. für Webinare, Elearning, Online-Kurse, Flipped Classroom etc.): Perfekt.
  • Du kannst sogar Deine Moderatornotizen sehen. Diese werden aber nicht mit aufgenommen.

Nachteile von Keynote für Screencasts:

  • Du machst alles in einem Take. Alternativ natürlich auch mehrere, aber dadurch steigt Dein Aufwand stark an.
  • Wenn Du den Film später noch verändern möchtest, benötigst Du ein separates Schnittprogramm (iMovie am Mac)
  • Du kannst nur Deine Präsentation aufnehmen, keine anderen Bildschirmteile
  • Schwierig wird es, wenn Du ein vorher aufgenommenes professioneles Voice Over Synchronisieren möchtest

3 – Umfangreiche (kostenpflichtige) Desktop Lösungen

Camtasia – Der Platzhirsch

Camtasia von Techsmith ist der Platzhirsch unter den Screencast Softwares. Camtasia ist dabei nicht nur für Einzelanwender konzipiert. Sondern bietet auch Business-Funktionen an. Ansonsten lässt es fast keine Wünsche offen.

Vorteile Camtasia

  • 30 Tage kostenfreier Test!
  • Umfangreiche Funktionen
  • alles was Du für die erstellung von Lernvideos und Screencast brauchst

Nachteile Camtasia

  • Wieder der Preis: Es gibt einen Kaufpreis und für Updates müssen noch einmal 53€ pro Jahr bezahlt werden. Das passt nicht so dolle zusammen , wie ich finde. Entweder ein Kaufpreis oder ein Abomodell. Die Kombination aus beidem schreckt mich hier eher ab.

Bislang habe ich Camtasia nicht selbst getestet, daher gibt es hier keine Wertung dafür.

Screencast erstellen mit Wondershare Filmora Pro

Die Bilschirmaufnahme in Filmora Pro ist nur ein Feature. In einer Software die eigentlich eher zum Schneiden und Bearbeiten von Filmen gedacht ist. Und genau hier liegt auch der Vorteil: Du kannst Deinen Bildschirm aufnehmen und hast die Videobearbeitung gleich dabei. So kannst Du:

  • verschiedene Szenen aneinander reihen
  • mit Übergängen versehen
  • Effekte einbauen
  • Szenen, die nicht gut genug waren aus dem Video herausnehmen

Und hier noch der Link zu Wondershares Filmora Pro.

Filmora SCRN

Filmora SCRN ist ein Tool für den Dekstop und sowohl für Windows als auch für den Mac erhältlich. Du lädst es herunter und schon kann es losgehen.

Dabei lässt SCRN kaum Wünsche offen. Es ist sogar für Gamer geeignet. Denn: Die Software lässt Dich die Bildrate einstellen. Und so geht es von 15 fps nach oben bis auf 120 Bilder pro Sekunde. Damit kannst Du sogar Zeitlupeneffekte erzielen.

Daneben gibt es eine Vielzahl an tollen Funktionen! Du kannst die Auflösung wählen, das Mikro und den Bildschirmausschnitt.

Und die Aufnahme gelingt spielend leicht.

Integrierter Video-Editor

Das spannendste: SCRN liefert einen integrierten Editor direkt mit. Das ist besonders interessant, wenn Du mehrere Aufnahmen zusammen schneiden möchtest.

Daneben gibt es noch Tools zum Verfeinern der Aufnahme: Bspw. Textüberlagerungen, Pfeile, Bubbles etc. Diese kannst Du bei Bedarf zum Hervorheben von verschiedenen Bereichen nutzen.

Die Bedienung ist dabei kinderleicht.

Filmora SCRN Preise

Besonders gut gefällt mir die Preisgestaltung! Denn: Das Tool gibt es entweder für 29$/Jahr. Oder als Lifetime Variante für 39$. Von Zeit zu Zeit gibt es auch Rabatte auf jeweils 10$ weniger.

Das finde ich absolut günstig. Und so wird Filmora meine Empfehlung. Denn der Funktionsumfang ist absolut überzeugend und die Bedienung sehr intuitiv und einfach.

Update 05/2020: Nachdem ich Filmora SCRN nun einige Zeit im Einsatz hatte, habe ich etwas absolut abturnendes (komische Sprache…) erlebt: Das Teil stürzt im Bearbeitungsmodus super oft ab.

Woran es liegt, weiß ich nicht. Aber damit wird es für mich absolut unbrauchbar. Manchmal ist es auch während der Aufnahme nicht zu nutzen. Daher ist mein derzeitiger Favorit ganz einfach: Loom.

Screenflow (Mac)

Screenflow ist eine Videobearbeitungs und Screencast Software für den Mac. Unzählige Funktionen helfen Dir dabei, Deinen Screencast anschließend genau so zu bearbeiten, wie Du es gerne hättest.

Mit Screenflow kannst Du zudem nicht nur einen Bildschirm aufnehmen. Sondern gleich mehrere. Das ist besonders hilfreich, wenn Du eine Software aufzeichnest, die mehrer Bildschirme nutzen kann. Mehr Infos gibt es bei Screenflow direkt.

Screenflow habe ich bislang noch nicht selbst ausprobiert, daher erscheint hier keine Bewertung. Screenflow sieht auf den ersten Blick sehr gut aus! Der Editor sieht übersichtlich aus und die Funktionen sprechen für sich.

Preislich spielt es allerdings auf der etwas höheren Liga. Es werden ab 129$ fällig.

Screencast-o-matic

Screencast-o-matic ist wie Loom ein Online Tool. Es ist ebenfalls in einer kostenfreien Variante verfügbar. Warum das Toll dann in meiner Liste dort nicht auftaucht? Ganz einfach:

In der Free-Version legt Screencast-o-matic über alle Videos ein Wasserzeichen. Das macht es für mich so unattraktiv, dass es für mich nicht in Frage kommt. Die Version ist für mich maximal zum testen geeignet.

Glücklicherweise sind die Preise wirklich höchst moderat.

Was bietet Screencast o-Matic?

Eine ganze Menge! Neben dem Aufnehmen von Bildschirminhalten und Webcam gibt es jede Menge Funktionen. Über vieles habe ich schon geschrieben. Besonders gut finde ich, dass Screencast-o-matic Dich Ordner und Unterordner erstellen zu lassen. So kannst Du Dein Videomaterial recht einfach organisieren.

Und so funktioniert Screencast o Matic

Zuerst lädst Du Dir den Screen Recorder Launcher herunter. Wie bei Loom klickst Du Dich auch durch verschiedene Erlaubnis-Schritte. Dann kann es losgehen. Der Recorder wird gestartet und Du kannst aufnehmen.

Was dabei auffällt: Die Usability und die Grafiken wirken insgesamt ein wenig altbacken. Da gefällt mir Loom wesentlich besser. Allerdings interessant: Bei Screencast-o-matic kannst Du Dein Video auch direkt nach der Aufnahme lokal auf dem Computer speichern.

Oder Du speicherst Dein Video online. Ich muss allerdings sagen, dass mich Screencast o Matic nicht wirklich überzeugt. Alles wirkt ein wenig überladen und das User Interface etwas altbacken und nicht sehr intuitiv. Da gefällt mir wieder einmal Loom deutlich besser.

Preise Screencast-o-matic

Toll sind die Preise. Hier geht es los ab 1,65$ pro Monat. Das ist natürlich für den Funktionsumfang wirklich eine niedrige Hausnummer!

Loom (kostenpflichtig)

Wie oben beschrieben: Loom ist eine tolle Lösung. Durch das Hinzufügen der kostenpflichtigen Option erhältst Du einfach noch mehr Features. Beispielsweise höhere Auflösung bis 4k, Mausklick-Optionen, zeichnen direkt im Video und einiges anderes. Dazu ist Loom mit ca. 5$/Monat extrem kostengünstig. Neben Filmora SCRN Meine absolute Empfehlung.

Screencast mit dem Tablet: Den iPad Bildschirm aufnehmen

Du hast ein iPad? Dann kannst Du Deinen Screencast sogar einfach damit aufnehmen. Alles was Du brauchst ist schon eingebaut!

Gehe einfach in die Einstellungen. Dort klickst Du auf „Kontrollzentrum“.

ipad bildschirm aufnehmen schritt 1

Dort findest Du unter „weitere Steuerlemente“ eben „Bildschirmaufnahme“.

ipad bildschrim aufnahme aktiveiren schritt 2

Du klickst auf das Plus. Nun wischst Du aus der oberen rechten Bildschirmecke wischt und öffnest damit das Kontrollzentrum.

bildschirm aufnehmen am iPad

Es erscheint ein zusätzlicher runder Button. Diesen musst Du nur drücken und schon nimmst Du den Bildschirm auf.

Das Tolle daran: Du kannst alles aufnehmen, was dort passiert:

  • Eine Präsentation, die Du hältst und als Lernvideo verwenden möchtest
  • Oder eine Software die Du demonstrierst
  • Und natürlich kannst Du auch aufnehmen, wie Du zeichnest.

So kannst Du tolle Lernvideos erstellen.

Wenn Du möchtest, dass der Cursor erscheint, kannst Du das iPad auch mit einer Bluethooth Maus bedienen. Ab iOs 13.4 sollte auch natürlicher Support dafür vorhanden sein.

Nutzt Du eine vorherige Version, kannst Du den Cursor durch einen Trick „hervorzaubern“:

  • Du gehst in den Einstellungen zu Bedienungshilfen
  • Dann zu „Tippen“
  • Und dann aktivierst Du „assistive Touch“
  • Du kannst dann das entsprechende Gerät wählen
  • Und Farben des Cursors verändern

Und jetzt kann es schon losgehen.

Kleiner Haken an der Sache: Die Tonaufnahme funktioniert häufig eher schlecht als recht. Möchtest Du auch Ton auf dem iPad aufnehmen empfiehlt sich eine App. Hier findest Du eine Übersicht dazu.

4 – e-Learning Lösungen für den Screencast

Wenn Du auf der Suche nach einer Lösung bist, die nicht nur Screencasts erstellt, dann bist Du in dieser Sektion richtig. Denn: Es gibt Software, die neben der Bildschirmaufnahme zusätzlich geniale Features für die Bearbeitung bereitstellt.

Und zwar: Die Möglichkeit ein Video interaktiv zu machen. Will heißen: Der Zuschauer kann nicht nur passiv konsumieren. Sondern: Muss im Prinzip selbst aktiv werden. Das kann die Beantwortung von Fragen sein. Oder die Teilnahme an einem Quiz.

Oder sogar, dass der Zuschauer das Geschehen beeinflussen und selbst bestimmen kann.

Diese Art von Screencast eignen sich hervorragend von WBTs (Web Based Trainings) oder ausgeklügelte e-Learning Inhalte. Aber auch für Marketing oder Onboarding Videos.

Nun aber zur entscheidenen Frage: Die nach der Software.

Adobe Captivate

Adobe Captivate ist eine enorm umfangreiche Lösung zur Erstellung von e-Learning Inhalten. Die Funktionalität reicht dabei weit über das Erstellen von Screencast hinaus.

Du kannst in Captivate ebenfalls:

  • Storyboards erstellen
  • Interaktive Videos anfertigen
  • Animation hinzufügen
  • Teilvideos freischalten in Abhängigkeit von der User Aktion
  • interaktive Virtual Reality Elemente einbinden
  • und noch vieles mehr.
  • Captivate erkennt Bildschimraktivität und schwenkt und zoomt automatisch in den betreffenden Bereich

Dabei ist die Bedienung von Adobe Captivate nicht allzu schwierig. Und: Es gibt einige gute Anleitungen auf Youtube dazu. Außerdem gibt es einen kostenfreien Test für 30 Tage.

Geeignet ist es, wenn Du schon ein wenig Vorerfahrung mit Adobe Produkten hast. Danach gibt es Captivate wie alle Adobe Produkte nur im Abo. Der Preis liegt dabei um die 40€ pro Monat. Was für den Funktionsumfang der Software absolut fair ist.

Großes Plus ist, dass Adobe Captivate auf Deutsch verfügbar ist.

ispring solutions – ispring suite

ispring bewirbt die Software als Alternative zu Captivate. und als Software zur Kreation von Online Kursen. Und genau das trifft auch zu. Im Prinzip ist alles enthalten, was Du brauchst, um nicht nur einen Online Kurs zu erstellen.

interaktives Slide

Sondern: Einen interaktiven Online Kurs zu erstellen. Eine der Möglichkeiten, die das Programm enthält ist dabei eben auch die des Bildschirm Recorders.

Deine Bildschirm Aufnahmen kannst Du im Nachgang mit der ispring suite verfeinern. Du kannst bsw. interaktive Dialoge hinzufügen. Effekte einbauen. Oder interaktive Buttons nutzen, um den Nutzer an Deinem roten Faden entlang zu führen.

Was mich besonders begeistert: iSpring wirbt damit, dass man ohne jegliche Vorerfahrung in Sachen eLearning starten kann. ispring baut dabei auf Powerpoint auf und scheint auf den ersten Blick recht nutzerfreundlich.

Dazu kommen unzählige weitere nützliche Feauters. Einen Überblick dazu findest Du hier.

Es gibt netterweise einen kostenfreien Test. Der Nachteil für Otto-Normalverbraucher ist allerdings der Preis. Das gute Stück ist ab 779$ zu haben.

Und damit dann wahrscheinlich doch eher was für Unternehmenskunden. Bei mehreren Usern werden die Lizenzen günstiger.

Active Presenter von atomi

Ein weiterer Kandidat in dieser Kategorie. Active Presenter scheint sehr beliebt zu sein. Ich habe es bislang allerdings noch nicht selbst ausprobieren können. Daher landet es nur der Vollständigkeit halber in der Aufzählung.

Mein Fazit & Empfehlungen zum Screencast erstellen

Du hast einen extrem langen Artikel geschafft! Glückwunsch dazu! Hier meine Empfehlungen: Für Screencasts würde ich vorgehen wie oben beschrieben. Dazu gehört: Erst überlegen, dann loslegen. Und: Immer auf sauberes Audio / Voice Over achten. Also immer mit externem Mikro arbeiten. Meine Grundsätzliche Empfehlung: Loom! Denn hier hast Du kostengünstig fast alles was Du brauchst, inklusive Bearbeitungsfunktion.

Wenn Du am Mac arbeitest, kommt sicher auch Quick-Time plus iMovie in Frage. Und wenn Du umfangreiche Projekte hast, solltest Du nach einer Lösung wie Wondershare Filmora SCRN oder Wondershare Filmora Pro suchen, die auch Bearbeitung und Archivierung mit übernehmen.

Für super umfangreiche Projekte, die interaktive Screencasts bzw. Videos enthalten sollen, eignet sich ein Tool wie Adobe Captivate.

Titelbild: istock photos: Visual Generation

5/5 (1 Review)

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1 Kommentar zu „Screencast erstellen leicht gemacht: Der ultimative Guide zum Lernvideo erstellen (inklusive 14 Screencast Tools)“

  1. Ich lese die Tipps und Tricks von Workshop Helden sehr gerne und konnte bereits einige Dinge gut ein- und umsetzen. Herzlichen Dank für die tolle Arbeit, das alles zusammenzustellen.

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