Interaktive Workshop Methoden: Die ultimative Liste

Dein nächster Workshop, das nächste Seminar oder die nächste Konferenz seht an? Denkst Du wirklich, dass Deine Zuhörer gespannt auf die 423. Powerpoint in ihrem Leben warten? Und wie elektrisiert in ihren Stühlen sitzen, während Folie um Folie vor ihren Augen vorbei flimmert?

Vielleicht hast Du ja selbst schon mal das Vergnügen gehabt, einer nicht enden wollenden Powerpoint zu folgen zu müssen – Mein persönlicher Rekord bewegt sich bei 2,5 Stunden. Der Effekt? Absolut einschläfernd!

Hättest Du stattdessen gerne aktive und begeisterte Teilnehmer, die mit Spaß und Begeisterung zusammenarbeiten und ihr Wissen miteinander und mit Dir teilen?

Interaktivität, Spaß und Lernen

Vielleicht hast Du schon einmal erlebt, dass ein Dir Spiel oder ein Film extrem viel Spaß gemacht und Dich gleichzeitig zum Nachdenken angeregt hat. Oder wie belebend es sein kann, sich mit anderen auszutauschen, nach der eigenen Meinung gefragt zu werden und sich aktiv einbringen zu können.

Die gute Nachricht: In der heutigen Zeit sind viele kreative Methoden nur noch einen Mausklick entfernt. Sie ermöglichen es, Vorträge, Workshops oder Konferenzen interaktiv zu gestalten, das Publikum zu vernetzen, die versammelten Ressourcen zu nutzen und lernen effektiver zu gestalten.

Solltest Du nun immer noch Powerpoint als einzige Methode für Deine nächste Veranstaltung in Betracht ziehen, kannst Du hier auch schon getrost wieder aufhören zu lesen.

Alle anderen sind hier genau richtig. Teil eins dieser Workshop Methodensammlung stellt eine Liste von Ideen und Anregungen vor, wie sich interaktive Technologien und Gaming gewinnbringend in Veranstaltungen einbinden lassen.

Eine kleine Warnung vorweg: Die meisten Workshop Ideen werden nur kurz vorgestellt. In jedem Kapitel findest Du jedoch weiterführende Links zu den jeweiligen Workshop Methoden.

Die Inhalte auf einen Blick

Für Alle, die nur wenig Zeit haben: Ein Klick auf den Link bringt Euch direkt zum jeweiligen Kapitel.


Kapitel 1 – Interaktive Technologie
Kapitel 1.1 – Digitale Moderation: Audience Response Systeme
Kapitel 1.2 – Warm the F*** Up – Ice Breaker Polls
Kapitel 1.3 – Teilnehmer aktiv einbinden – Interaktive Q&A Session
Kapitel 1.4 – Die Intelligenz der Menge nutzen – Interaktives Brainstorming
Kapitel 1.5 – Dem Publikum eine Stimme verleihen – Repräsentatives Feedback
Kapitel 2 – Gaming
Kapitel 2.1 – Game it Up! – Planspiele & Business Games
Kapitel 2.2 – Lernen mal anders – Schnitzeljagd
Kapitel 2.3 – Interaktive Schnitzeljagd
Kapitel 2.4 – Lernen mit Spaß – Klassisches Quiz
Kapitel 2.5 – Interaktives Quizzen – mit Kahoot!
Kapitel 2.6 – Virtuell kooperieren – Minecraft
Kapitel 2.7 – Lego Serious Play
Kapitel 2.8 – Das Anti-Porblem
Kapitel 2.9 – Müde Menschen munter machen – kleine Energizer
Kapitel 3 – Interaktive Gruppenarbeiten
Kapitel 3.1 – Mittendrin statt nur dabei – World-Café
Kapitel 3.2 – Diskussion mal anders – im Fishbowl
Kapitel 3.3 – Open Space
Kapitel 3.4 – Infovermittlung mal anders – Der Marktplatz


 

Und hier gehts zu Teil 2 – Interaktive Seminarmethoden

Keine Zeit, den kompletten Artikel zu lesen?


Kein Problem!
Wie wärs als Artikel „to go“?

Interaktive Technologie


Interaktive Technologie bietet exzellente Möglichkeiten mit dem gesamten Publikum zu interagieren. Was früher umständlich und kostenintensiv war, ist heute häufig kostenfrei oder zu vergleichsweise geringen Beträgen zu haben. So entstehen vollkommen neue Möglichkeiten: Einen Raum mit mehreren hundert Personen zu einem Thema befragen? – Kein Problem mehr! Wissen, Können und Erfahrung in großen Gruppen vernetzen? – In wenigen Minuten umsetzbar! Dieser Artikel auf der Seite von Prezi stellt ausführlicher dar, warum Interaktion und Dialog für moderne Präsentationen absolut unumgänglich sind.

Digitale Moderation: Audience Response Systeme

Beschreibung:
Audience Response Systeme Polling Tools sind elektronische Helferlein für Moderatoren, Referenten und Redner, die gleichzeitiges Interagieren mit allen Teilnehmern auch in großen bis sehr großen Gruppen ermöglichen.

Wie funktionierts?
Du stellst dem Publikum eine Frage und es antwortet per Eingabe an den eigenen Smartphones, Tablets oder Laptops.

Die Ergebnisse werden in Echtzeit auf die Leinwand projiziert. So verleihst Du deinem ganzen Publikum eine Stimme und machst die Ergebnisse für alle sichtbar. In unserem Beitrag zu PollEverywehere erfährst Du mehr!

Beispiele:
Poll-Everywhere und Mentimeter

Ergebnis:
Engagiertes und aktiviertes Publikum, das kollektive seine Stimmung, Meinung und Erfahrung mitteilen kann. In manchen Fällen und je nach eigener Kreativität auch ein begeistertes und wildgewordenes Publikum.

Material: Smartphones des Publikums, Laptop, Beamer, Leinwand, WLAN.

Was man damit machen kann?

Warm the F*** Up – Ice- Breaker Polls

Mit den oben genannten Polling Tools lassen sich in Gruppen, die zu groß für klassische Icebreaker sind, Ice Breaker- Polls durchführen. Tolle Fragen dazu findest Du unter anderem hier. Ice Breaker lassen das Publikum schnell auftauen, erleichtern das Kennenlernen und machen – richtig eingesetzt – viel Laune.

Einige schnelle Beispiele:

  • Wo kommen Sie her? Die Antwort erfolgt durch das Klicken auf eine virtuelle Landkarten. (gif?) So entsteht ein toller Überblick, aus welchen Städten/Regionen/Ländern die Teilnehmer einer Veranstaltung zusammengesetzt sind.
  • Was war der beste Job, den Sie je hatten?
  • Wer ist Ihr Lieblingssuperheld?
  • Wenn Du eine Sache aus deinem Alltag entfernen könntest, was wäre es?

Besonders gut für großen Gruppen geeignet, bei denen normale Ice Breaker aufgrund des eingeschränkten Platzes nicht funktionieren. Aber auch für kleinere Gruppen, z.B. in Vorlesungen, Trainings, Seminaren, Konferenzen usw.

Ergebnis: Interaktion, Kennenlernen, Aktivität im Publikum, Gesprächsstoff für die nächste Pause.

Teilnehmer aktiv einbinden – Interaktive Q&A-Sessions

Das größte Problem an „normalen“ Q&A-Sessions ist die geringe Beteiligung des Publikums. Polling Tools erlauben es allen Teilnehmern gleichzeitig via Smartphones, Tablets oder Laptop Ihre Fragen los zu werden und in Echtzeit auf die Leinwand zu schicken. Mehr dazu erfährst Du in meinem Artikel zu interaktiven Q&A Sessions.

Einige Services wie Poll-Everywhere bieten eine eigene Q&A Funktion. Hier können die Teilnehmer Fragen anderer Teilnehmer „liken“ und so dafür sorgen, dass sie in der Liste auf dem Bildschirm weiter oben oder weiter unten erscheinen. Die Fragen mit den meisten „Likes“ erscheinen ganz oben in der Liste.

Ergebnis: Es wird sichergestellt, dass genau die Fragen ans Tageslicht kommen, die dem Großteil des Publikum am meisten in Köpfen und Herzen brennen.
Schön auch, dass die Dokumentation der Fragen entfällt, denn die werden direkt elektronisch gespeichert und können später herunter geladen werden.

Die Intelligenz der Menge nutzen – Interaktives Brainstorming

Interaktives Brainstorming in Seminaren, Trainings und Workshops
Die gleiche Funktion wie für Q&A Sessions kannst Du nutzen, um ein interaktives Brainstorming zu veranstalten. Dieses Mal senden die Teilnehmer oder Teilnehmergruppen allerdings statt Fragen ihre Ideen in Echtzeit auf die Leinwand. Auf Wunsch auch anonym. So muss niemand Angst haben, auch unkonventionelle Ideen zu äußern. Up- oder Down-Voting sorgt dafür, dass die beliebtesten Ideen ganz oben auftauchen.

Der Vorteil im Vergleich mit klassischen Brainstorming?
Keine Kommentare und Diskussion in der Sammelphase. Da alle mit der Ideensammlung beschäftigt sind und niemand eigene Ideen laut vorträgt, werden lästige Diskussionen vermieden. Die Teilnehmer entscheiden im Prinzip relativ still, welche Ideen die besten sind.
So stellst Du sicher, dass die Top Ideen tatsächlich die Meinung der Mehrheit repräsentieren.

Dem Publikum eine Stimme verleihen – Repräsentatives Feedback

Hast Du schonmal das Gefühl gehabt, dass Du nicht unbedingt repräsentatives Feedback zu Vorträgen, Präsentationen und Workshops bekommst? Sondern häufig eher Einzelmeinungen, während der Großteil der Gruppe sich zurückhält? Dabei schaffen interaktive Votings Abhilfe:

Einige Tools bieten tolle Features, wie beispielsweise anonyme Abstimmungen, klickbare Bilder oder Word-Clouds (Häufig genannte Begriffe erscheinen größer als selten genannte).

Ergebnis: Du bist nicht länger abhängig von Einzelmeinungen sondern bekommst einen repräsentativen Überblick über die Meinungen in der Gruppe. Wenn Du das denn möchtest.

Zum Einholen des repräsentativen Feedbacks eignet sich neben Poo-Everywhere auch die Software: „Plickers„!

Plickers bietet ein ganz besonderes Feature:
Denn es befreit die Zuhörer von der Technik!
Wie das?

Pilckers stellt verschiedene Karten zur Verfügung, die vom Publikum, den Studenten, Schülern, Zuhörern usw. in die Höhe gehalten werden. Der Referent nutzt das eigene Smartphone und den eigenen Laptop. Per Smartphone werden die Antwortkarten aufgenommen und an den Server gesendet, schon erscheint das Abstimmungsergebnis auf dem Bildschirm und somit für alle sichtbar auf der Leinwand!

Und das beste kommt zu Schluss:
Plickers ist absolut kostenfrei. Der Aufwand ist eher gering und es spricht nichts dagegen es aus zu probieren. Also, los gehts!

Andreas Malangre

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Gaming

Gaming in der Erwachsenenbildung
Spielen? Doch eigentlich eher was für Kinder, oder? Weit gefehlt, wie Becky Blink in dem Artikel „This IS serious“ beschreibt. Ein Spiel hat auch für die meisten Erwachsenen noch nicht seinen Reiz verloren und fördert vieles zu Tage, was normalerweise eher ungesehen bleibt:

Wahrscheinlich hast Du Dich selbst beim Spielen dabei erwischt, dass Du versuchst, Deine Fertigkeiten zu verbessern oder die Strategie anzupassen, um zu gewinnen oder den nächsten Schritt weiter zu kommen. Vielleicht hast Du Dich auch schon dabei beobachtet, wie viel Spaß es immer noch macht, zu spielen, wie sehr man sich freut, wenn man gewinnt und wie ärgerlich es ist zu verlieren. Und je öfter wir spielen, desto besser werden wir darin.

Nicht umsonst lautet ein alter Spruch von Platon:

Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen, als im Gespräch in einem Jahr.

Genau deshalb sind Spiele auch für Erwachsene wertvoll: Wir entwickeln Strategien, kooperieren, schmieden Allianzen und setzen (fast) alles daran, immer besser zu werden. Wenn wir gemeinsam mit anderen spielen, schweißt es zusammen. Für mich genug Gründe, Gaming, Game Based Learning, Gamification oder wie auch immer man es nennen möchte, zu einem festen Bestandteil von Seminaren, Trainings und Konferenzen zu machen.

Und hier sind sie: Die Möglichkeiten, Spiele in Veranstaltungen einzubauen:

Game it up! – Planspiele

Planspiele fürs corporate learning
Planspiele sind oft genutzte Klassiker, um das Publikum aktiv in Seminare und Workshops einzubinden. Sie sind perfekt dafür geeignet, Teilnehmer eigene Erfahrungen machen zu lassen, ohne dass es im Sinne von realen Kosten „wehtut“.

Ein weiterer Vorteil von Planspielen ist, dass sie die wichtigsten Aspekte eines Themas quasi von selbst vermitteln: Sie lassen die Teilnehmer die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen und herauszufinden, ob es die richtige war. So wird durch eigene Erfahrungen das optimale Vorgehen und die Lösung herausfinden.

Diese Vorgehensweise ist deutlich eindrucksvoller und glaubwürdiger als ein theoretischer Vortrag. Die gemachten Erfahrungen bilden die perfekte Grundlage um das Feld anschließend

  • theoretisch zu beackern
  • das Vorgehen zur Entscheidungsfindung zu reflektieren.

Lerninhalte und ihre Tücken werden praktisch und mit jeder Menge Spaß im Kontakt mit anderen erlebbar. Sie existieren mittlerweile zu einigen Themen: Projektmanagement, Decision-Making, Wirtschaftssimulationen, Zusammenarbeit und Börse, um nur einige zu nennen.

Mehr Infos zu Unternehmensplanspielen findest Du in diesem Artikel

Hier findest Du unser Business Game: Mission Axolotl

Lernen mal anders – Klassische Schnitzeljagd

Schnitzeljagd für Erwachsene

Warum nicht mal das Seminar nach draußen verlegen?

Klingt erstmal nach Kindergeburtstag, hat in Workshops, Seminaren, Trainings, Tagungen und Konferenzen aber nichts damit zu tun.

Mit solch einer Schnitzeljagd kannst Du das Publikum hervorragend selbst auf die Jagd nach Fakten und Wissen schicken.

Wie:

Es gilt in kleinen Gruppen Orte zu finden, Aufgaben zu meistern und Rätsel zu lösen, die einen direkten Bezug zum Thema haben. Dabei profitiert jede Gruppe von dem (Vor-)wissen der ihrer einzelnen Mitglieder und der Fähigkeit schnell die richtigen Antworten zu finden.

So bringst Du nicht nur Abwechslung in den sitzenden Seminaralltag sondern auch jede Menge Aktivität, Bewegung und Gesprächsstoff für die Pausen. Unter Umständen kann bei mehreren Gruppen auch ein kleiner Wettbewerb eingebaut werden.

Anschließend werden die Erkenntnisse aufgelöst, Inhalte vertieft und Fragen beantwortet.

Effekt: Das Publikum wird bewegt und „erspielt“ sich die Themen selbst. Das außergewöhnliche Erlebnis und das damit verbundene Thema bleibt länger im Gedächtnis.

Dauer: Vorbereitungszeit + ein bis zwei Stunden für die Durchführung.

Material: Papier, Stifte, eventuell Behältnisse für die Rätsel.

Gaming gone wild: Interaktive Schnitzeljagd

Das Thema Schnitzeljagd ist in digitalen Zeiten kein rein analoges mehr.

Mittlerweile existieren einige Apps, die eine „interaktive Schnitzeljagd“ erlauben. Sei es zur Auflockerung oder zur Wissensvermittlung.

Dabei sind verschiedene Modi möglich: Manche Systeme nutzen Geodaten (Karten und GPS in Smartphones oder Tablets), andere basieren auf dem Scannen von QR-Codes und wieder andere auf der Aufnahme von Vergleichsbildern. Mit allen Systemen lassen sich geniale kreative Rallyes aufsetzten, die dem Publikum einen tollen Mehrwert bieten: Spaß und Bewegung wird mit dem Wissenserwerb kombiniert.

Dabei lassen die modernen Apps eine Reihe an Möglichkeiten zu, die Jagd spannend zu halten:

Zeitlimits für die Eingabe der Antwort, das Einbinden von Medien, wie Infografiken, Bilder oder Videos, Schätzfragen und vieles mehr.

Im Anschluss werden die Erkenntnisse noch einmal aufbereitet oder sogar von den Teams vorgestellt.

Wenn Du das Publikum in kleine Teams einteilst entsteht neben der Wissensvermittlung auch Gruppendynamik und Interaktivität zwischen den Teilnehmern. (Verlinkung zu Actionbound, usw.)

Material: App, Tablets mit GPS oder Kamera, Laptop.

Dauer: 1-2 Stunden plus Vorbereitungszeit

Kosten: Einmalig für Hardware, Lizenz für Software.

In meinem Artikel zum Game-based Learning via interaktiver Schnitzeljagd erfährst Du mehr zum Thema.

Lernen mit Spaß – Klassisches Quiz

Quiz als Methode für Seminare und Unterricht
Machen Sie es spielerisch und bringen Sie ein Quiz in den Seminarraum. So sichern Sie sich ein aktives, interessiertes und energetisiertes Publikum. Das Quiz kann dazu dienen Informationen abzufragen oder zu vermitteln.

Das Publikum kann in natürliche (bspw. Geschlechter oder Altersgruppen) oder künstliche Gruppen eingeteilt werden und gegeneinander spielen. Die Abstimmung kann jeweils per Farbkarten stattfinden. Die Fragen können per Beamer an die Leinwand geworfen werden.

Effekt: Aufmerksamkeit und Aktivität, die das Publikum zum mitdenken bringt.

Material: Beamer, Leinwand, Laptop, Moderationskarten

Kosten: Nicht vorhanden

Interaktives Quizzen mit Kahoot

Kahoot fürs Gaming bei Tagungen und Konferenzen
kahoot.it

Eines der genialsten Tools für interaktive Konferenzen, Workshops, Trainings und Unterricht ist in meinen Augen Kahoot ermöglicht das absolut einfache Erstellen von interaktiven Games im Klassenzimmer, in Training, Workshops oder Konferenzen. Es spielen entweder alle Teilnehmer gegeneinander oder das Publikum spielt in Teams gegeneinander! Es lässt sich sogar ein kleines „Wer wird Millionär“ mit ausgesuchten Teilnehmern auf der Bühne realisieren.

Interaktivität, Spaß und Begeisterung pur!und interaktive Spielen.

So lassen sich Lerninhalte spielerisch vermitteln, ein großes Publikum einbeziehen, aktivieren und begeistern und Erinnerungen schaffen.

Man kann eigene Kahoots erstellen und das Publikum spielen lassen.

Alternative: Das Publikum wird in Kleingruppen eingeteilt, mit den nötigen Informationen versorgt und erstellt Kahoots für den Rest.

Kosten: gratis!

Voraussetzungen: WLAN/ LTE, Teilnehmer mit Smartphones, Tablets, Laptops bzw. zur Verfügung gestellte Geräte.

Wie funktioniert es? In aller Kürze:

Auf getkahoot.com registrieren und einloggen.
Eigenen Kahoot erstellen: Entweder als Multipli-choice quiz oder als „Jumble“- das Sortieren von Antworten in die richtige Reihenfolge (Wie die Fragen zur Auswahl der Kandidaten bei „Wer wird Millionär“
Spielen lassen. Man hat für jeden Kahoot einen eigenen Bildschirm, der auf die Leinwand projiziert wird. Das Publikum bekommt eine ganz klare Anleitung, was zu tun ist, um teilzunehmen.
Das begeisterte Publikum genießen.

In diesem Beitrag erfährst Du, wie Du ein interaktives Quiz mit Kahoot erstellst und mit wenigen Handgriffen in Powerpoint oder Keynote integrierst!

Virtuell kooperieren: Minecraft

Miecraft als Workshop-Methode
Minecraft ist ein Online Spiel, mit dem sich eigene Welten erstellen lassen. Ich selbst habe bisher keine Erfahrungen damit. Für mich sieht es aber sehr vielversprechend aus! Auf den ersten Blick fallen mir allerdings nur Anwendungsmöglichkeiten für den Unterricht und die Schule ein.

Daher gibt es hierzu keine ausführliche Beschreibung, sondern nur den Hinweis darauf, dass Minecraft existiert. Es ist auch eine Education Edition verfügbar, die speziell auf die Bedürfnisse von Bildungsschaffenden zugeschnitten ist. Wer mehr erfahren möchte findet es hier: minecraft.net und education.minecraft.net

Steine Stapeln: Lego Serious Play!

Lego Serious Play ist eine besondere Edition von Lego Steinen, die es ermöglicht, Workshops, Trainings, Unterricht oder Seminare mal vollkommen anders zu gestalten. Nämlich mit einer zusätzlichen haptischen Komponente. Statt nur zu beobachten oder über etwas zu sprechen, wird hier mit Legosteinen und den eigenen Händen gebaut!

Die Frage die sich unmittelbar stellt: Was? Wird? Gebaut?
Da sind der eigenen Fantasie kaum Grenzen gesetzt: Anwendungsmöglichkeiten sind der Aufbau eines zukünftigen Projektes, Lernapparaturen zum Veranschaulichen der Inhalte, kurze Episoden, in denen das Team sich selbst und die eigene Situation nachbaut und vieles mehr.

ich bin kein Profi was das Thema Lego Serious Play betrifft, daher der Verweis auf eine Website, die sich intensiv damit auseinandersetzt: seriousplaypro.com

The Anti problem

Ein toller und unkonventioneller Ansatz für Personen und Teams, die bei der Problemlösung feststecken! Mit Hilfe der spielerischen Arbeitsaufgabe wird das Problem auf den Kopf gestellt. Das dient dazu, alternative Perspektiven einzunehmen und auf neue Ideen zu kommen. Das Vorgehen ist relativ simpel:
Man versucht die Lösung für das Gegenstück eines aktuellen Problems zu finden. Und das mit Hilfe von vielen haptischen und visuellen Hilfen: Klebezetteln, Lego, Knete und vieles mehr. Wichtig dabei: Die Gruppengröße sollte überschaubar sein, ca. 3-4 TN pro Gruppe. Außerdem sollte die zur Verfügung stehende Zeit begrenzt sein auf ca. 20 Minuten. Wer mehr dazu erfahren möchte, findet hier weitere Infos.

Müde Menschen munter machen – Energizer

Energizer sind ein perfektes Mittel, um müde Gruppen wieder munter zu machen. Das ganze ist nur was für Kinder? Ganz im Gegenteil, von Studenten, über Produktionsmitarbeiter bis zum Management habe ich schon Erwachsene Menschen wieder zu Kindern werden sehen, wenn es darum geht, ganz ungezwungen kleine Spiele zu spielen.

Und das hat man davon:
Die Bewegung bringt die Lebensgeister schnell wieder zurück und führt dazu, dass die Gehirne wieder ein wenig Sauerstoff bekommen. Daher schadet es auch nichts, für die Energizer kurz nach draußen zu gehen.

Aber Achtung:
Direkt nach dem Energizer droht die große Entspannung, daher sollte direkt danach wieder ein interaktives Element im Workshop folgen.

Was genau man machen kann und wie das geht, darüber gebe ich in einem der nächsten Blogartikel Auskunft.

Interaktive Gruppenarbeiten

World Café – mitmachen statt zuhören

Das World Café ist keine allzu neue Workshop Methode, allerdings nicht weniger Effektiv!
Worum geht´s?
Das Hauptmerkmal dieses Formates ist die Bearbeitung von Themen durch die Teilnehmer. Und das nicht etwa in einem starren System, sondern in alle 20 Minuten wechselnden Kleingruppen. Die einzige Konstante an einem Tisch ist der Gastgeber. Er sorgt dafür, dass die nächste Gruppe Teilnehmer die Themen weiter voran treibt und nicht die gleiche Arbeit noch einmal macht.

Die Ergebnisse werden von den Teilnehmer auf beschreibbare Tischdecken oder ähnliches notiert, damit sie später „sichtbar“ gemacht und präsentiert werden können. Gleichzeitig entsteht so ein Dokument, zu dem viele Köpfe etwas beigetragen haben. Die Akzeptanz der Ergebnisse steigt damit.

Die Vorteile?

#1 – Alle sind aktiv beteiligt statt zuhören zu müssen
#2 – Jeder kann sein Know-How und seine Erfahrungen einbringen
#3 – Die Wechsel sorgen für hohe Ergebnisqualität
#4 – Die Ergebnisse sind sofort verwendbar oder können weiter bearbeitet werden (Priorisierung).

Fishbowl – Diskussionen mal anders

Fishbowl ist eher eine Diskussionsmethode als eine Gruppenarbeit, allerdings eine ziemlich interessante. Denn hier läuft alles anders als sonst. Vielleicht kennt Ihr die herkömmliche Art der Diskussionen in Workshops, Meetings und Trainings: Jemand leistet einen Beitrag. Daraufhin antwortet ein zweiter. Im besten Fall mischt sich noch ein Dritter ein. Blöd nur, wenn dann auf einmal nur noch drei Leute miteinander diskutieren. Oder auf einmal ein vierter mit einem vollkommen anderen Thema einsteigt.

Mal was anderes ist der Fishbowl: Hier sitzen alle Teilnehmer im zwei Kreisen: Einem äußeren und einem inneren. Die Personen im inneren Kreis diskutieren stellvertretend für den Rest der Gruppe EIN Thema. Der Rest sitzt im äußeren Kreis, beobachtet und hört zu.

Und hier kommt der Clou:

Im inneren Kreis kann ein Stuhl leer gelassen werden, der immer mal wieder von einem Teilnehmer des äußeren Kreises besetzt werden kann, um neue Impulse zu setzen und mit zu diskutieren.

Die Vorteile:
+ Ähnlich wie bei einer Podiumsdiskussion können bspw. nur Experten diskutieren, um dem Rest der Teilnehmer Wissen zu vermitteln.
+ Es entsteht ein differenziertes Meinungsbild
+ Teilnehmer, die normalerweise eher zurückhaltend sind, können jederzeit in den Innenkreis wechseln, um einen Beitrag zu leisten.

Open Space – Die Teilnehmer bestimmen die Agenda

Eine etwas ungewöhnliche Variante: Es gibt keine im Vorfeld erstellte Agenda, im Gegenteil:
Die Agenda wird erst auf der Veranstaltung selbst durch die Teilnehmer aufgestellt.

Gleichzeitig werden die Themen nicht von Referenten vorgestellt, sondern ebenso durch die Teilnehmer in ständig fluktuierenden Gruppen vertieft und die Ergebnisse am Ende vorgestellt.

Die Vorteile:
+ Extrem hohes Engagement und Beteiligung des Publikums
+ Hohe Identifikation mit den Ergebnissen des Workshops
+ Demokratisches Vorgehen sorgt dafür, dass die von den Teilnehmern als wichtig empfundenen Themen angegangen werden.

Geeignet zur Großgruppenmoderation, aber auch zur für Tagungen und kleinere Workshops

Mehr Informationen dazu findet Ihr hier.

Marktplatz / Ausstellung

Eine Methode, die einiges an Interaktion hervorbringt. Was passiert?
Im Vorfeld werden Themen für den Marktplatz festgelegt. Zu diesen Themen werden von Experten kleine Stände (z.B. an Metaplanwänden o.ä.) mit den wichtigsten Informationen vorbereitet. In der Veranstaltung werden die Stände dann ausgestellt und die Teilnehmer können die Stände besichtigen, Fragen an den Experten loswerden

Vorteile: Direkter Austausch, es werden viele Informationen präsentiert, ohne dass es langweilig wird, Fragen können direkt adressiert werden und Diskussionen in Kleingruppen angeregt. So entsteht eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen.

Geeignet für: Informationsaustausch, interne Kommunikation, Projekte,

Variante A: Freie Bewegung
Variante B: Bewegung durch die Stände in festen Gruppen in festen Zeitintervallen, beispielsweise ein Wechsel alle 20 Minuten.

Variante B ist mein Favorit, da so eine lebhafte und gleichsam strukturierte Interaktion entsteht und man als Moderator sicherstellen kann, dass alle alles gesehen haben.

Zum Schluss bietet sich unter Umständen eine Podiumsdiskussion oder Q&A mit Hilfe eines Audience Response Systems an. So wird die ganze Sache rund, offene Fragen können direkt geklärt oder für die spätere Beantwortung aufgenommen werden.

Fazit

Das war Teil 1 der ultimativen Liste an interaktiven Workshop Methoden. Habe ich etwas vergessen bzw. hast Du Ergänzungen? Lass es mich in den Kommentaren wissen. Und natürlich interessieren mich auch Eure Erfahrungen mit der interaktiven Gestaltung von Seminaren, Vorträgen und Konferenzen!

Hier gehts zu Teil 2 der Liste: interaktive Seminar Methoden!. Hier findest Du unter anderem Methoden zur Visualisierung und Flip the Classroom.

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Andreas Malangre

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